#25 Digitale Medien zwischen Faszination und Kontrollverlust

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Eberhard Freitag – Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine sprudelnde Geldquelle für Medienunternehmen. Süchtig machende Designs dienen der Bedürfnisbefriedigung und aktivieren das Belohnungszentrum. Früher digitaler Medienkonsum kann jedoch noch nicht kontrolliert und reflektiert werden, weshalb die Aufforderung „Jetzt leg doch mal dein Handy weg“ weder bei Kindern noch bei Erwachsenen funktioniert.

Eltern und Lehrer sollten sich ihrer Vorbildrolle wieder bewusstwerden, ihr eigenes Medienverhalten hinterfragen, klare Regeln und Grenzen setzen und versuchen, Kinder und Jugendliche zu verstehen. Gemeinsam kann eine „Kultur des Digitalen“ entwickelt werden.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Pädagogen Eberhard Freitag.

Inhalt

00:00‘ Eberhard Freitag im Gespräch
02:20‘ Beratungsstelle für Mediensucht return in Hannover
03:38‘ Jetzt leg doch mal dein Handy weg!
04:33‘ Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen als Geldquelle für Medienunternehmen
04:59‘ Digitale Medien als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
07:26‘ Digitale Angebote aktiveren das Belohnungszentrum im Gehirn
08:47‘ Warum früher digitaler Medienkonsum noch nicht kontrolliert oder reflektiert werden kann
10:02‘ Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen?
10:47‘ Medien als Schmiermittel im Familienalltag
11:59‘ Ab wann können Heranwachsende kontrolliert mit digitalen Medien umgehen?
13:35‘ Wenn das Handy abends in den Tresor kommt
14:52‘ Medienmündigkeit entwickeln
16:28‘ Wenn das Handy die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stört
18:28‘ Eltern sollten als Vorbilder in der Mediennutzung wirken
19:16‘ Wenn digitale Medien die erzieherische und pädagogische Rolle von Eltern und Lehrern übernehmen
20:23‘ Der besinnungslosen Digitalisierung der Schulen Einhalt gebieten
21:52‘ Eltern sollte versuchen zu verstehen, warum ihre Kinder digitale Medien nutzen
22:48‘ Klare Regeln im Alltag
24:48‘ Eine Kultur des Digitalen zu entwickeln
25:17‘ Die Gefahr einer digitalen Verwilderung
26:06‘ Eine klare und wertschätzende Begleitung hilft dem einzelnen Menschen

Fazit

Kinder verfügen noch nicht über die nötige Reife, um ihren Medienkonsum selbst zu steuern und zu reflektieren. Erst ab ca. 12 Jahren entwickelt langsam sich die Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

Eltern und Lehrer sollten versuchen herauszufinden, warum sich Heranwachsenden der realen Welt entziehen und der Faszination digitaler Medien erliegen. Konflikte können ehrlich angesprochen werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes müssen Grenzen gesetzt und eingefordert werden, auch wenn es anstrengend ist.

Bildschirmfreie Zeiten können den Alltag erleichtern. Sie helfen, eine „Kultur des Digitalen“ entstehen zu lassen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9964

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung – Mensch – Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
Soundeffekte: pixabay.com

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