• Strandgespräche Podcast

    #24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

    „Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

    Inhalt

    00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
    03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
    04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
    06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
    07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
    07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
    09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
    12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
    12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
    13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
    16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
    18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
    22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
    24:02‘ Denken lernen

    Fazit

    Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

    Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9871

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

    Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung – Mensch – Medien buchen.

    Musik: https://gemafreie-musik-online.de
    Soundeffekte: pixabay.com

    #23 Damit die Seele gesund bleibt

    Episode

    0:00 / 0:00 68,6 MB

    Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

    Inhalt

    02:25‘ Seelische Gesundheit
    03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
    03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
    05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
    06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
    07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
    09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
    10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
    12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
    13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
    14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
    15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
    16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
    17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
    17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
    19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
    20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
    22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
    23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
    23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
    24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
    25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
    27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
    27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

    Fazit

    Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9755

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    #22 Wie Fremde zu Freunden werden

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

    Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

    Inhalt

    02:00‘ Ankommen in Deutschland
    04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
    07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
    09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
    12:05‘ Wer ist der Fremde?
    13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
    17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
    20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
    21:57‘ Vorurteile vermeiden

    Fazit

    Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

    So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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    #21 Swipe, like, love: Über Liebe und Beziehungen in digitalen Zeiten

    Episode

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    Johanna Degen – Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie paarsoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

    Inhalt

    02:04‘ Welche Bedeutung haben Lieben und Beziehung in digitalen Zeiten?
    03:30‘ Wir hungern nach Liebe
    03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?
    04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?
    05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem
    06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren
    07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich
    07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem
    08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung
    09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern
    10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst
    13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel
    14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen
    16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung
    18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander
    19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren
    20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle
    22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?
    24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen
    24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik
    25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern
    26:48‘ Das Leben wartet auf uns

    Fazit

    Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9318

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    #20 Die Macht der Bilder

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Claudia Schmiderer – Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

    Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

    Inhalt

    02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image
    04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel
    06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen
    07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden
    08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird
    09:25‘ Politische und Kriegsbilder
    12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können
    13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll
    15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt
    16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf
    17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen
    20:22‘ Bilder lesen lernen

    Fazit

    Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

    Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

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#24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

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Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

„Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

Inhalt

00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
24:02‘ Denken lernen

Fazit

Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

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https://bildung.hypotheses.org/9871

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Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung – Mensch – Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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#23 Damit die Seele gesund bleibt

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Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

Inhalt

02:25‘ Seelische Gesundheit
03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

Fazit

Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

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#22 Wie Fremde zu Freunden werden

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Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

Inhalt

02:00‘ Ankommen in Deutschland
04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
12:05‘ Wer ist der Fremde?
13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
21:57‘ Vorurteile vermeiden

Fazit

Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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#21 Swipe, like, love: Über Liebe und Beziehungen in digitalen Zeiten

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Johanna Degen – Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie paarsoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

Inhalt

02:04‘ Welche Bedeutung haben Lieben und Beziehung in digitalen Zeiten?
03:30‘ Wir hungern nach Liebe
03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?
04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?
05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem
06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren
07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich
07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem
08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung
09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern
10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst
13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel
14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen
16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung
18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander
19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren
20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle
22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?
24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen
24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik
25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern
26:48‘ Das Leben wartet auf uns

Fazit

Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

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https://bildung.hypotheses.org/9318

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#20 Die Macht der Bilder

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Claudia Schmiderer – Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

Inhalt

02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image
04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel
06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen
07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden
08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird
09:25‘ Politische und Kriegsbilder
12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können
13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll
15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt
16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf
17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen
20:22‘ Bilder lesen lernen

Fazit

Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

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https://bildung.hypotheses.org/9318

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Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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#19 Künstliche Intelligenz zwischen Traum und Albtraum

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Doris Nitsche-Ruhland – Künstliche Intelligenz entfacht die uralte menschliche Sehnsucht, die Grenzen des eigenen Daseins zu überwinden, sich Himmel und Erde Untertan zu machen, für Körper und Geist Unangenehmes oder Beschwerliches an Maschinen oder Programme zu delegieren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz bewegt sich zwischen Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien. Künstliche Intelligenz jedoch sollte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Technologie, Bildung und Gesellschaft begriffen werden. Denn am Ende ist KI ein Werkzeug, dass man helfend und auch zerstörend einsetzen kann.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Informatikprofessorin Doris Nitsche-Ruhland.

Inhalt

02:52‘ Ist Künstliche Intelligenz für uns ein Traum oder ein Albtraum?
03:56‘ Was ist Künstliche Intelligenz?
05:18‘ Wann funktionieren Künstliche-Intelligenz-Systeme sehr gut?
07:17‘ Wie kommt eine Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?
07:56‘ Wie arbeitet generative Künstliche Intelligenz?
09:25‘ Datenverzerrung und Bias in den Daten
10:55‘ Sind die Menschen bereit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz?
12:38‘ Probleme beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz
13:17‘ Kognitive Demenz durch Künstliche Intelligenz
14:12‘ Wie arbeiten Neuronale Netzwerke? Wie kommt eine generative Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?
16:32‘ Wann ist der Einsatz Künstlichen Intelligenz schwierig?
19:28‘ Entscheidungen, die den Menschen betreffen und Sozialkreditsysteme
20:41‘ Ethisches Nachdenken über Künstliche-Intelligenz-Systeme
22:11‘ Den Umgang mit Künstliche Intelligenz lernen: AI-Literacy
23:53‘ Diskussion rund um das Thema Künstliche Intelligenz
24:57‘ Künstliche Intelligenz als Werkzeug zwischen Grenzen und Möglichkeiten

Fazit

Es ist wichtig, dass die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz stärker auf Verstehen, auf Gestaltung und auf Verantwortung ausgerichtet ist; dass wir die Möglichkeiten und Risiken gleichermaßen ernst nehmen und Künstliche Intelligenz aktiv gesellschaftlich gestalten. Dazu benötigen wir Wissen. 

Wir müssen verstehen, wie Künstliche-Intelligenz-Systeme arbeiten, wo ihre Risiken liegen und wie wir ihre Ergebnisse kritisch bewertet werden können. Am Ende liegt die größte Stärke von KI liegt nicht darin, Menschen zu ersetzen, sondern darin, menschliche Fähigkeiten zu verstärken. KI ist ein Werkzeug! Und wie jedes Werkzeug kann man es positiv oder negativ einsetzen.

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https://bildung.hypotheses.org/9116

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Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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#18 Über das Leben, das Alter und den Tod

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Edeltraud Sänger – Eine Gesellschaft, die sich über immerwährenden Wachstum und Fortschritt definiert, die stark auf Jugendlichkeit, Fitness und Geschwindigkeit fixiert ist, hat wenig Platz für die Endlichkeit. Es stellt sich die Frage, was das Leben ausmacht und wie das Alter und auch der Tod ihren Platz in unserem Erdendasein finden können.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Seelsorgerin und Pastorin i.R. Edeltraud Sänger.

Inhalt

03:43‘ Was macht das Leben aus?
05:09‘ Müssen wir unserem Leben einen Sinn geben?
05:50‘ Leben wir zu wenig in Gemeinschaften?
08:08‘ Der Umgang mit dem alten Menschen in unserer Gesellschaft
12:27‘ Martin Buber: Der Mensch wird erst am Du zum Ich
13:39‘ Die Reduzierung des Alters auf den Kostenfaktor
15:32‘ Die Wachstumsgesellschaft und ihr Problem mit der Endlichkeit

Fazit

Wir leben in einer Welt, die uns selbst, dem Lebendigen, Grenzen setzt und uns zwingt, auch das Alter und den Tod als Teil im Kreislauf des Lebens anzunehmen und in das Dasein zu integrieren. Hier können Rituale, Begegnungen, Geschichten und auch religiöse und spirituelle Erfahrungen Trost spenden und Akzeptanz schaffen.

Das wirkliche Leben jedoch spiegelt sich in der Begegnung, so meinte es der Religionsphilosoph Martin Buber vor mehr als 100 Jahren. Denn der Mensch wird erst am DU zum ICH. In Gemeinschaften können wir uns geborgen fühlen, gemeinsam lachen, voneinander lernen, uns in Krisen gegenseitig stärken und bis zum Lebensende begleiten. Soziale Geborgenheit bedeutet menschliche Wärme, Vertrauen, Akzeptanz und Liebe.

Ist es vielleicht Zeit für deutlich mehr Menschlichkeit in unserer Gesellschaft?

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https://bildung.hypotheses.org/8738

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#17 Über Macht und Gewalt

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Gertrud Müller – Wir sind überflutet von Macht und Gewalt. Beschämungen, toxische Beziehungen und Falschinformationen sind als Machtmittel in Familien, Unternehmen und in der Gesellschaft alltäglich. Doch wie entstehen Macht und Gewalt? Und wie kann es uns gelingen, vom Kampfmodus in eine kooperative Lebensweise zu wechseln?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Soziologin, Psychoonkologin und Therapeutin Dr. Gertrud Müller.

Inhalt

02:26‘ Sind Macht und Gewalt im Menschen angelegt?
03:54‘ Macht als Möglichkeit, eigene Interessen gegen Widerstreben durchzusetzen
05:08‘ Gewalt als erlernte Erfahrung
05:56‘ Gewalt als Mittel, um Macht durchzusetzen
06:12‘ Beschämung als Machtmittel
07:17‘ Beschämungen in der Gegenwart
07:51‘ Verändert Macht den Charakter eines Menschen?
09:16‘ Mechanismen der Macht: Falschinformation, Unklarheiten
10:50‘ Toxische Beziehungen
12:17‘ Ungleichheiten im sozialen Gefüge
14:01‘ Macht als Fähigkeit, sich zusammenzuschließen
16:12‘ Gesellschaftliche Unterschiede als Machtmittel
17:23‘ Der Mensch als gegensätzliches Wesen
18:21‘ Der Ausweg aus Verstrickung und Gewalt
19:11‘ Aufbau innerer Stärke
22:16‘ Macht in Unternehmen

Fazit

Beschämungen, Falschinformationen und Gewalt sind mögliche Mittel der Machtausübung. Es ist wichtig, dass Menschen die Strukturen von Macht und Gewalt erkennen, um sich aus Zwängen, Unterdrückung und Machtgefügen zu befreien. Dann können wir als freie und selbstbestimmte Menschen unser Leben gestalten – so Dr. Gertrud Müller.

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https://bildung.hypotheses.org/8557

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#14 Über Moral in einer digitalisierten Welt

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Mark Dahlhoff – Moralische Konventionen und ethische Ideen sind kulturell geprägt. Sie werden zunehmend durch Technik, Digitales und Künstliche Intelligenz verändert. Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren? Welche Gestaltungsspielräume bleiben uns?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Philosophen Mark Dahlhoff.

Inhalt

01:55‘ Was ist der Mensch?
03:15‘ Der Mensch als Mängelwesen?
04:59‘ Philosophische Fragen
05:41‘ Unterscheidung zwischen Ethik und Moral
08:24‘ Digitalisierung zwischen Technikeuphorie und Zukunftsängsten
10:08‘ Digitale Moral
12:52‘ Herausbildung von ethischen Ideen
15:02‘ Wie kann sich der Mensch in einer digitalisierten Welt orientieren?
16:44‘ Narrative der Mediengeschichte
18:42‘ Kann es einen verantwortungsvollen Umgang mit Technik, Digitalem und KI geben?
20:42‘ Haben wir Gestaltungsspielräume in der technischen Entwicklung?
22:37‘ Wie kann eine postdigitale Welt aussehen?

Fazit

Mark Dahlhoff ist es wichtig, dass jüngere Menschen befähigt werden, ihr Verhalten in einer digitalisierten Welt in ihren Folgen zu verstehen und kritisch zu hinterfragen. Es ist ihm aber ebenso wichtig, dass ältere Menschen ermutigt werden, hilfreiche digitale Anwendungen zu nutzen.

Denn am Ende steht nichts weniger auf dem Spiel als eine Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Generationen und mit verschiedenen Ansichten miteinander leben wollen – und auch müssen. Und in der Technik und Digitales als Hilfsmittel einem sinnerfüllten Dasein des Menschen dienen.

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https://bildung.hypotheses.org/7806

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#13 Eine Gesellschaft auf der Couch

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Matthias Beier – Gegenwärtig verlagern wir unsere Prioritäten mehr auf das Äußere, können kaum noch friedlich aufeinander zugehen, erheben das Rationale über das Menschliche.

Ängste und Allmachtsphantasien bestimmen mehr und mehr unser Dasein. Wie kann die Gesellschaft die Mechanismen der Angst überwinden? Wie können Menschen wieder mehr mit ihren eigenen Wünschen und Bedürfnissen in Kontakt kommen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen, Soziologen und Theologen Matthias Beier.

Inhalt

03:00‘ Warum muss die Gesellschaft auf die Couch?
04:53‘ Mit welchen Ängsten leben die Menschen?
04:58‘ Biologische Ängste
05:17‘ Psychologische Ängste
05:47‘ Gruppenängste – Soziologische Ängste
06:15‘ Existenzielle Ängste
07:45‘ Metaphysische Ängste
09:13‘ Die Mechanismen der Angst
09:34‘ Der Mechanismus der Spaltung
11:22‘ Der Andere als Projektionsfläche für die eigenen Ängste
12:04‘ Identifikation mit Gruppen und/oder Führern
13:07‘ Allmachtsphantasien
14:30‘ Rationalisierung des menschlichen Seins
16:39‘ Borderline-Politik
18:28‘ Narzisstische Politik
22:15‘ Die Künstliche Intelligenz als Therapeut ist unmöglich
24:45‘ Allmachtsphantasien der IT-Konzerne

Fazit

Matthias Beier ist es wichtig, dass narzisstischer Politik Grenzen gesetzt werden; dass wir als Gesellschaft unsere Probleme und Ängste ehrlich und direkt ansprechen und behandeln, damit Menschen ihr wahres Selbst leben und gesunde Beziehungen mit anderen Menschen und anderen Ländern pflegen können.

Literatur, Links

Dr. Beier ist Autor des english-deutschsprachigen Blogs „Religion und Gesellschaft auf der Couch“: https://matthiasbeier.substack.com/

Bücher von Matthias Beier: Gott ohne Angst https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/gott-ohne-angst-172543.html

Nur durch Frieden bewahren wir uns selber https://shop.verlagsgruppe-patmos.de/nur-durch-frieden-bewahren-wir-uns-selber-011428.html

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/7125

Gastgeberin

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