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    Strandgespräche#25 Digitale Medien zwischen Faszination und Kontrollverlust

    Episode

    0:00 / 0:00 68,3 MB

    Eberhard Freitag – Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine sprudelnde Geldquelle für Medienunternehmen. Süchtig machende Designs dienen der Bedürfnisbefriedigung und aktivieren das Belohnungszentrum. Früher digitaler Medienkonsum kann jedoch noch nicht kontrolliert und reflektiert werden, weshalb die Aufforderung „Jetzt leg doch mal dein Handy weg“ weder bei Kindern noch bei Erwachsenen funktioniert.

    Eltern und Lehrer sollten sich ihrer Vorbildrolle wieder bewusstwerden, ihr eigenes Medienverhalten hinterfragen, klare Regeln und Grenzen setzen und versuchen, Kinder und Jugendliche zu verstehen. Gemeinsam kann eine „Kultur des Digitalen“ entwickelt werden.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Pädagogen Eberhard Freitag.

    Inhalt

    00:00‘ Eberhard Freitag im Gespräch
    02:20‘ Beratungsstelle für Mediensucht return in Hannover
    03:38‘ Jetzt leg doch mal dein Handy weg!
    04:33‘ Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen als Geldquelle für Medienunternehmen
    04:59‘ Digitale Medien als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
    07:26‘ Digitale Angebote aktiveren das Belohnungszentrum im Gehirn
    08:47‘ Warum früher digitaler Medienkonsum noch nicht kontrolliert oder reflektiert werden kann
    10:02‘ Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen?
    10:47‘ Medien als Schmiermittel im Familienalltag
    11:59‘ Ab wann können Heranwachsende kontrolliert mit digitalen Medien umgehen?
    13:35‘ Wenn das Handy abends in den Tresor kommt
    14:52‘ Medienmündigkeit entwickeln
    16:28‘ Wenn das Handy die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stört
    18:28‘ Eltern sollten als Vorbilder in der Mediennutzung wirken
    19:16‘ Wenn digitale Medien die erzieherische und pädagogische Rolle von Eltern und Lehrern übernehmen
    20:23‘ Der besinnungslosen Digitalisierung der Schulen Einhalt gebieten
    21:52‘ Eltern sollte versuchen zu verstehen, warum ihre Kinder digitale Medien nutzen
    22:48‘ Klare Regeln im Alltag
    24:48‘ Eine Kultur des Digitalen zu entwickeln
    25:17‘ Die Gefahr einer digitalen Verwilderung
    26:06‘ Eine klare und wertschätzende Begleitung hilft dem einzelnen Menschen

    Fazit

    Kinder verfügen noch nicht über die nötige Reife, um ihren Medienkonsum selbst zu steuern und zu reflektieren. Erst ab ca. 12 Jahren entwickelt langsam sich die Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

    Eltern und Lehrer sollten versuchen herauszufinden, warum sich Heranwachsenden der realen Welt entziehen und der Faszination digitaler Medien erliegen. Konflikte können ehrlich angesprochen werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes müssen Grenzen gesetzt und eingefordert werden, auch wenn es anstrengend ist.

    Bildschirmfreie Zeiten können den Alltag erleichtern. Sie helfen, eine „Kultur des Digitalen“ entstehen zu lassen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9964

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

    Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung – Mensch – Medien buchen.

    Musik: https://gemafreie-musik-online.de
    Soundeffekte: pixabay.com

    Strandgespräche#24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

    „Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

    Inhalt

    00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
    03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
    04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
    06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
    07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
    07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
    09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
    12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
    12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
    13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
    16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
    18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
    22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
    24:02‘ Denken lernen

    Fazit

    Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

    Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9871

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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    Strandgespräche#23 Damit die Seele gesund bleibt

    Episode

    0:00 / 0:00 68,6 MB

    Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

    Inhalt

    02:25‘ Seelische Gesundheit
    03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
    03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
    05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
    06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
    07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
    09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
    10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
    12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
    13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
    14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
    15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
    16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
    17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
    17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
    19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
    20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
    22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
    23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
    23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
    24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
    25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
    27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
    27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

    Fazit

    Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

    Webseite & Quellen

    https://bildung.hypotheses.org/9755

    Gastgeberin

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin und Beraterin. Mehr unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    #23 Damit die Seele gesund bleibt

    Episode

    0:00 / 0:00 68,6 MB

    Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

    Inhalt

    02:25‘ Seelische Gesundheit
    03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
    03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
    05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
    06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
    07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
    09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
    10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
    12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
    13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
    14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
    15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
    16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
    17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
    17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
    19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
    20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
    22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
    23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
    23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
    24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
    25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
    27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
    27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

    Fazit

    Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9755

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    Strandgespräche#22 Wie Fremde zu Freunden werden

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

    Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

    Inhalt

    02:00‘ Ankommen in Deutschland
    04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
    07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
    09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
    12:05‘ Wer ist der Fremde?
    13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
    17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
    20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
    21:57‘ Vorurteile vermeiden

    Fazit

    Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

    So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9659

    Gastgeberin des Podcasts

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    Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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Strandgespräche#25 Digitale Medien zwischen Faszination und Kontrollverlust

0:00 / 0:00 68,3 MB

Eberhard Freitag – Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine sprudelnde Geldquelle für Medienunternehmen. Süchtig machende Designs dienen der Bedürfnisbefriedigung und aktivieren das Belohnungszentrum. Früher digitaler Medienkonsum kann jedoch noch nicht kontrolliert und reflektiert werden, weshalb die Aufforderung „Jetzt leg doch mal dein Handy weg“ weder bei Kindern noch bei Erwachsenen funktioniert.

Eltern und Lehrer sollten sich ihrer Vorbildrolle wieder bewusstwerden, ihr eigenes Medienverhalten hinterfragen, klare Regeln und Grenzen setzen und versuchen, Kinder und Jugendliche zu verstehen. Gemeinsam kann eine „Kultur des Digitalen“ entwickelt werden.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Pädagogen Eberhard Freitag.

Inhalt

00:00‘ Eberhard Freitag im Gespräch
02:20‘ Beratungsstelle für Mediensucht return in Hannover
03:38‘ Jetzt leg doch mal dein Handy weg!
04:33‘ Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen als Geldquelle für Medienunternehmen
04:59‘ Digitale Medien als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
07:26‘ Digitale Angebote aktiveren das Belohnungszentrum im Gehirn
08:47‘ Warum früher digitaler Medienkonsum noch nicht kontrolliert oder reflektiert werden kann
10:02‘ Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen?
10:47‘ Medien als Schmiermittel im Familienalltag
11:59‘ Ab wann können Heranwachsende kontrolliert mit digitalen Medien umgehen?
13:35‘ Wenn das Handy abends in den Tresor kommt
14:52‘ Medienmündigkeit entwickeln
16:28‘ Wenn das Handy die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stört
18:28‘ Eltern sollten als Vorbilder in der Mediennutzung wirken
19:16‘ Wenn digitale Medien die erzieherische und pädagogische Rolle von Eltern und Lehrern übernehmen
20:23‘ Der besinnungslosen Digitalisierung der Schulen Einhalt gebieten
21:52‘ Eltern sollte versuchen zu verstehen, warum ihre Kinder digitale Medien nutzen
22:48‘ Klare Regeln im Alltag
24:48‘ Eine Kultur des Digitalen zu entwickeln
25:17‘ Die Gefahr einer digitalen Verwilderung
26:06‘ Eine klare und wertschätzende Begleitung hilft dem einzelnen Menschen

Fazit

Kinder verfügen noch nicht über die nötige Reife, um ihren Medienkonsum selbst zu steuern und zu reflektieren. Erst ab ca. 12 Jahren entwickelt langsam sich die Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

Eltern und Lehrer sollten versuchen herauszufinden, warum sich Heranwachsenden der realen Welt entziehen und der Faszination digitaler Medien erliegen. Konflikte können ehrlich angesprochen werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes müssen Grenzen gesetzt und eingefordert werden, auch wenn es anstrengend ist.

Bildschirmfreie Zeiten können den Alltag erleichtern. Sie helfen, eine „Kultur des Digitalen“ entstehen zu lassen.

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https://bildung.hypotheses.org/9964

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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Strandgespräche#24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

0:00 / 0:00 64,1 MB

Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

„Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

Inhalt

00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
24:02‘ Denken lernen

Fazit

Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9871

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Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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#23 Damit die Seele gesund bleibt

0:00 / 0:00 68,6 MB

Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

Inhalt

02:25‘ Seelische Gesundheit
03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

Fazit

Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9755

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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Strandgespräche#23 Damit die Seele gesund bleibt

0:00 / 0:00 68,6 MB

Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

Inhalt

02:25‘ Seelische Gesundheit
03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

Fazit

Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

Webseite & Quellen

https://bildung.hypotheses.org/9755

Gastgeberin

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin und Beraterin. Mehr unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung und Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de | Soundeffekte: pixabay.com

#22 Wie Fremde zu Freunden werden

0:00 / 0:00 64,1 MB

Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

Inhalt

02:00‘ Ankommen in Deutschland
04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
12:05‘ Wer ist der Fremde?
13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
21:57‘ Vorurteile vermeiden

Fazit

Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9659

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Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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Strandgespräche#22 Wie Fremde zu Freunden werden

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Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

Inhalt

02:00‘ Ankommen in Deutschland
04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
12:05‘ Wer ist der Fremde?
13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
21:57‘ Vorurteile vermeiden

Fazit

Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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Strandgespräche#21 Swipe, like, love: Über Liebe und Beziehungen in digitalen Zeiten

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Johanna Degen – Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie parasoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

Inhalt

02:04‘ Welche Bedeutung haben Liebe und Beziehung in digitalen Zeiten?
03:30‘ Wir hungern nach Liebe
03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?
04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?
05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem
06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren
07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich
07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem
08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung
09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern
10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst
13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel
14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen
16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung
18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander
19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren
20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle
22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?
24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen
24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik
25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern
26:48‘ Das Leben wartet auf uns

Fazit

Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

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Strandgespräche#20 Die Macht der Bilder

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Claudia Schmiderer – Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

Inhalt

02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image
04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel
06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen
07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden
08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird
09:25‘ Politische und Kriegsbilder
12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können
13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll
15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt
16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf
17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen
20:22‘ Bilder lesen lernen

Fazit

Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

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#19 Künstliche Intelligenz zwischen Traum und Albtraum

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Doris Nitsche-Ruhland – Künstliche Intelligenz entfacht die uralte menschliche Sehnsucht, die Grenzen des eigenen Daseins zu überwinden, sich Himmel und Erde Untertan zu machen, für Körper und Geist Unangenehmes oder Beschwerliches an Maschinen oder Programme zu delegieren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz bewegt sich zwischen Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien. Künstliche Intelligenz jedoch sollte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Technologie, Bildung und Gesellschaft begriffen werden. Denn am Ende ist KI ein Werkzeug, dass man helfend und auch zerstörend einsetzen kann.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Informatikprofessorin Doris Nitsche-Ruhland.

Inhalt

02:52‘ Ist Künstliche Intelligenz für uns ein Traum oder ein Albtraum?
03:56‘ Was ist Künstliche Intelligenz?
05:18‘ Wann funktionieren Künstliche-Intelligenz-Systeme sehr gut?
07:17‘ Wie kommt eine Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?
07:56‘ Wie arbeitet generative Künstliche Intelligenz?
09:25‘ Datenverzerrung und Bias in den Daten
10:55‘ Sind die Menschen bereit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz?
12:38‘ Probleme beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz
13:17‘ Kognitive Demenz durch Künstliche Intelligenz
14:12‘ Wie arbeiten Neuronale Netzwerke? Wie kommt eine generative Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?
16:32‘ Wann ist der Einsatz Künstlichen Intelligenz schwierig?
19:28‘ Entscheidungen, die den Menschen betreffen und Sozialkreditsysteme
20:41‘ Ethisches Nachdenken über Künstliche-Intelligenz-Systeme
22:11‘ Den Umgang mit Künstliche Intelligenz lernen: AI-Literacy
23:53‘ Diskussion rund um das Thema Künstliche Intelligenz
24:57‘ Künstliche Intelligenz als Werkzeug zwischen Grenzen und Möglichkeiten

Fazit

Es ist wichtig, dass die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz stärker auf Verstehen, auf Gestaltung und auf Verantwortung ausgerichtet ist; dass wir die Möglichkeiten und Risiken gleichermaßen ernst nehmen und Künstliche Intelligenz aktiv gesellschaftlich gestalten. Dazu benötigen wir Wissen. 

Wir müssen verstehen, wie Künstliche-Intelligenz-Systeme arbeiten, wo ihre Risiken liegen und wie wir ihre Ergebnisse kritisch bewertet werden können. Am Ende liegt die größte Stärke von KI liegt nicht darin, Menschen zu ersetzen, sondern darin, menschliche Fähigkeiten zu verstärken. KI ist ein Werkzeug! Und wie jedes Werkzeug kann man es positiv oder negativ einsetzen.

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Strandgespräche#19 Künstliche Intelligenz zwischen Traum und Albtraum

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Doris Nitsche-Ruhland – Künstliche Intelligenz entfacht die uralte menschliche Sehnsucht, die Grenzen des eigenen Daseins zu überwinden, sich Himmel und Erde Untertan zu machen, für Körper und Geist Unangenehmes oder Beschwerliches an Maschinen oder Programme zu delegieren.

Die Diskussion um Künstliche Intelligenz bewegt sich zwischen Allmachtsphantasien und Katastrophenszenarien. Künstliche Intelligenz jedoch sollte als gemeinsame Gestaltungsaufgabe von Technologie, Bildung und Gesellschaft begriffen werden. Denn am Ende ist KI ein Werkzeug, dass man helfend und auch zerstörend einsetzen kann.

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03:56‘ Was ist Künstliche Intelligenz?
05:18‘ Wann funktionieren Künstliche-Intelligenz-Systeme sehr gut?
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07:56‘ Wie arbeitet generative Künstliche Intelligenz?
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10:55‘ Sind die Menschen bereit für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Künstlichen Intelligenz?
12:38‘ Probleme beim Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz
13:17‘ Kognitive Demenz durch Künstliche Intelligenz
14:12‘ Wie arbeiten Neuronale Netzwerke? Wie kommt eine generative Künstliche Intelligenz zu einem Ergebnis?
16:32‘ Wann ist der Einsatz Künstlichen Intelligenz schwierig?
19:28‘ Entscheidungen, die den Menschen betreffen und Sozialkreditsysteme
20:41‘ Ethisches Nachdenken über Künstliche-Intelligenz-Systeme
22:11‘ Den Umgang mit Künstliche Intelligenz lernen: AI-Literacy
23:53‘ Diskussion rund um das Thema Künstliche Intelligenz
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Es ist wichtig, dass die Diskussion zur Künstlichen Intelligenz stärker auf Verstehen, auf Gestaltung und auf Verantwortung ausgerichtet ist; dass wir die Möglichkeiten und Risiken gleichermaßen ernst nehmen und Künstliche Intelligenz aktiv gesellschaftlich gestalten. Dazu benötigen wir Wissen. 

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