• Strandgespräche Podcast

    #24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

    „Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

    Inhalt

    00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
    03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
    04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
    06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
    07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
    07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
    09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
    12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
    12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
    13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
    16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
    18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
    22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
    24:02‘ Denken lernen

    Fazit

    Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

    Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9871

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    #23 Damit die Seele gesund bleibt

    Episode

    0:00 / 0:00 68,6 MB

    Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

    Inhalt

    02:25‘ Seelische Gesundheit
    03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
    03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
    05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
    06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
    07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
    09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
    10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
    12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
    13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
    14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
    15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
    16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
    17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
    17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
    19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
    20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
    22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
    23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
    23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
    24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
    25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
    27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
    27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

    Fazit

    Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9755

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    #22 Wie Fremde zu Freunden werden

    Episode

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    Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

    Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

    Inhalt

    02:00‘ Ankommen in Deutschland
    04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
    07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
    09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
    12:05‘ Wer ist der Fremde?
    13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
    17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
    20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
    21:57‘ Vorurteile vermeiden

    Fazit

    Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

    So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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    https://bildung.hypotheses.org/9659

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    #21 Swipe, like, love: Über Liebe und Beziehungen in digitalen Zeiten

    Episode

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    Johanna Degen – Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie paarsoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

    Inhalt

    02:04‘ Welche Bedeutung haben Lieben und Beziehung in digitalen Zeiten?
    03:30‘ Wir hungern nach Liebe
    03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?
    04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?
    05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem
    06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren
    07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich
    07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem
    08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung
    09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern
    10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst
    13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel
    14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen
    16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung
    18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander
    19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren
    20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle
    22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?
    24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen
    24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik
    25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern
    26:48‘ Das Leben wartet auf uns

    Fazit

    Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9318

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    #20 Die Macht der Bilder

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Claudia Schmiderer – Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

    Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

    Inhalt

    02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image
    04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel
    06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen
    07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden
    08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird
    09:25‘ Politische und Kriegsbilder
    12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können
    13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll
    15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt
    16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf
    17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen
    20:22‘ Bilder lesen lernen

    Fazit

    Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

    Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9318

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#2 Wenn Arbeit krank macht

0:00 / 0:00 64,3 MB

Ricarda Gades-Büttrich – Mentale Gesundheit ist unabdingbar, um beruflich und privat zufrieden und erfolgreich zu sein. Doch wenn Arbeit krank macht, dann ist es höchste Zeit zu handeln.

Wann genau macht uns Arbeit krank? Wie wirkt sich beruflicher Stress auf unsere Gesundheit aus? Wir können aber auch selbst Einiges tun, um nicht zu erkranken oder die Arbeit sogar als Mittel zur Heilung zu erleben.

Birgit Spies ist im Gespräch mit Prof. Dr. Ricarda Gades-Büttrich, Gesundheitspsychologin und Expertin für mentale Gesundheit.

Inhalt

02:31‘   Wann macht uns Arbeit krank?
04:48‘   Welche Ressourcen brauche ich, damit Arbeit nicht krank macht?    
06:35‘   Sind auch Selbstständige betroffen?
07:27‘   Was unterscheidet die heutige Arbeitswelt von früher?
08:48‘   Gibt es Menschen die empfänglicher für beruflichen Stress sind?
10:02‘   Was können Stressoren für beruflichen Stress sein?
11:10‘   Hat sich der Umgang der Führungskräfte mit den Mitarbeitern verändert?
12:30‘   Was können Ressourcen sein, um beruflichem Stress zu begegnen?
14:25‘   Was genau läuft bei Stress in unserem Körper ab?
18:20‘   Warum missachten Menschen die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit?
19:53‘   Was ist Selbstwirksamkeit?
21:14‘   Wie können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, Selbstwirksamkeit aufzubauen?
22:13‘   Was können Erwachsene tun, um ihre Selbstwirksamkeit zu steigern?
23:37‘   Wann macht uns Arbeit gesund?
24:52‘   Tipps für mentale Gesundheit bei der Arbeit

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/4467

Fazit

Ricarda Gades-Büttrich ermuntert Menschen, sich ihre persönlichen Ressourcen bewusst zu machen und diese, wie einen Werkzeugkasten, aktiv zu nutzen.

Handlungsspielraum, Autonomie, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Mut, Optimismus, Freude an der Arbeit, positive Emotionen und bewusste Auszeiten – dies können Ressourcen sein, um trotz großer beruflicher oder privater Belastung mental gesund zu bleiben.

Literatur und Links zum Podcast

Ricarda Gades-Büttrich: https://www.prof-gades-buettrich.de

DAK Psych-Report 2024: https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/psychreport-2024_57364

Selbstwirksamkeit nach Bandura: https://www.psychomeda.de/lexikon/selbstwirksamkeit.html

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und
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#1 Lernen entschleunigen

0:00 / 0:00 64,0 MB

Christina Buchner – Lernen unter Zeitdruck ist genauso ungesund wie Fast Food. Und weil Lernen ein langer und mühseliger Prozess, so lohnt sich der Blick darauf, wie sich der Schulalltag entschleunigen lässt.

Denn mit dem Blick auf das Wesentliche und unter Verweigerung so manchen modernen Unfugs lässt sich der Schulalltag für Schüler, Eltern und Lehrer bekömmlich gestalten.

Birgit Spies im Gespräch mit Christina Buchner, Schulleiterin im Ruhestand.

Inhalt

02:15‘ Das Wesentliche beim Lernen
04:50‘ Rhythmisierung, Rituale und Regeln
06:50‘ Entschleunigung beim Lernen?
11:38‘ Vom Sinn des „vordergründig Nutzlosen“ im Schulalltag
13:03‘ Wenn Schule krank macht
15:00‘ Moderner Unfug in der Schule
18:50‘ Schüler als ganzen Menschen sehen – Selbstwirksamkeit
21:54‘ Humane Schule als Gesamtkunstwerk

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/3958

Fazit

Christina Buchner ermuntert Lehrer, „nicht in erster Linie über Tests, Stundenbilder und Arbeitsblätter“(Buchner, Ch. 2017, S. 256) nachzudenken, sondern stellt das WIE des Lernens und Lehrens in den Mittelpunkt. 

Ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ sieht sie das Fundament einer guten schulischen Bildung im „Lernen in die Tiefe“ statt eines „Lernens in die Breite“. Sie ermuntert Lehrer, im Schüler den ganzen Menschen zu sehen und ihn ehrlich für die Lerninhalte zu begeistern.

Lernen ist ein langer und mühseliger Prozess. Deshalb braucht es eine humane Schule, so Christina Buchner, in der Schüler in ihrer ganzen Individualität angenommen werden und wachsen können. – 

„Schule und Lernen, das ist das Staunen über die Welt und die Freude an den neu gewonnenen Erkenntnissen und Fertigkeiten“ (Buchner, Ch. 2017, S. 91)

Literatur und Links zum Podcast

Buchner, C.: Unterricht entschleunigen. Stressfrei lehren und lernen in der Grundschule.
Türcke, C.: Lehrerdämmerung. Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet.
DAK-Präventionsradar 2024: https://www.dak.de/presse/bundesthemen/kinder-jugendgesundheit/mehr-als-die-haelfte-der-schulkinder-sind-erschoepft-_77856
Lee Jenkins Curve: https://www.educationtoday.com.au/news-detail/Education-5477
Zierer, K.: Hattie für gestresste Lehrer 2.0

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#25 Digitale Medien zwischen Faszination und Kontrollverlust

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Eberhard Freitag – Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen ist eine sprudelnde Geldquelle für Medienunternehmen. Süchtig machende Designs dienen der Bedürfnisbefriedigung und aktivieren das Belohnungszentrum. Früher digitaler Medienkonsum kann jedoch noch nicht kontrolliert und reflektiert werden, weshalb die Aufforderung „Jetzt leg doch mal dein Handy weg“ weder bei Kindern noch bei Erwachsenen funktioniert.

Eltern und Lehrer sollten sich ihrer Vorbildrolle wieder bewusstwerden, ihr eigenes Medienverhalten hinterfragen, klare Regeln und Grenzen setzen und versuchen, Kinder und Jugendliche zu verstehen. Gemeinsam kann eine „Kultur des Digitalen“ entwickelt werden.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Pädagogen Eberhard Freitag.

Inhalt

00:00‘ Eberhard Freitag im Gespräch
02:20‘ Beratungsstelle für Mediensucht return in Hannover
03:38‘ Jetzt leg doch mal dein Handy weg!
04:33‘ Die Aufmerksamkeit von Kindern und Jugendlichen als Geldquelle für Medienunternehmen
04:59‘ Digitale Medien als Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
07:26‘ Digitale Angebote aktiveren das Belohnungszentrum im Gehirn
08:47‘ Warum früher digitaler Medienkonsum noch nicht kontrolliert oder reflektiert werden kann
10:02‘ Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gesund aufzuwachsen?
10:47‘ Medien als Schmiermittel im Familienalltag
11:59‘ Ab wann können Heranwachsende kontrolliert mit digitalen Medien umgehen?
13:35‘ Wenn das Handy abends in den Tresor kommt
14:52‘ Medienmündigkeit entwickeln
16:28‘ Wenn das Handy die Beziehung zwischen Kindern und Eltern stört
18:28‘ Eltern sollten als Vorbilder in der Mediennutzung wirken
19:16‘ Wenn digitale Medien die erzieherische und pädagogische Rolle von Eltern und Lehrern übernehmen
20:23‘ Der besinnungslosen Digitalisierung der Schulen Einhalt gebieten
21:52‘ Eltern sollte versuchen zu verstehen, warum ihre Kinder digitale Medien nutzen
22:48‘ Klare Regeln im Alltag
24:48‘ Eine Kultur des Digitalen zu entwickeln
25:17‘ Die Gefahr einer digitalen Verwilderung
26:06‘ Eine klare und wertschätzende Begleitung hilft dem einzelnen Menschen

Fazit

Kinder verfügen noch nicht über die nötige Reife, um ihren Medienkonsum selbst zu steuern und zu reflektieren. Erst ab ca. 12 Jahren entwickelt langsam sich die Fähigkeit zur Selbstkontrolle.

Eltern und Lehrer sollten versuchen herauszufinden, warum sich Heranwachsenden der realen Welt entziehen und der Faszination digitaler Medien erliegen. Konflikte können ehrlich angesprochen werden. Entsprechend des Entwicklungsstandes müssen Grenzen gesetzt und eingefordert werden, auch wenn es anstrengend ist.

Bildschirmfreie Zeiten können den Alltag erleichtern. Sie helfen, eine „Kultur des Digitalen“ entstehen zu lassen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/9964

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#15 Über das Lehrerdasein, die Schule und das Digitale

0:00 / 0:00 64,1 MB

Eva Bollandt-Ditzen – Burnoutgefährdete Lehrer, überforderte Schüler, falsch verstandene Digitalisierung und zu wenig Zeit für den eigentlichen Unterricht: Dies ist Alltag in vielen Schulen.

Was brauchen Lehrer und Schüler, damit wieder interessiertes und vertrauensvolles Lernen und Begegnen möglich sind? Und welche Veränderungen braucht die Schule selbst, um junge Menschen zuversichtlich, wissend und mutig in den Alltag einer unsicheren Welt zu entlassen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Gymnasiallehrerin Eva Bollandt-Ditzen.

Inhalt

02:31‘ Das Lehrerdasein zwischen Begeisterung und Überlastung
04:12‘ Psychische Belastungen der Schüler; Schule nicht mehr ohne Sozialarbeiter und Schulpsychologen
05:16‘ Schule sollte den Fokus wieder auf Lehren, Lernen und Beziehung legen
06:42‘ Schule braucht eine kluge Mediennutzung, die sich an den Entwicklungsstufen der Schüler orientiert
09:52‘ Wie kann eine hilfreiche Digitalisierung der Schule aussehen?
14:07‘ Schüler zwischen Interesse und Gleichgültigkeit
15:35‘ Wie können Lehrer, Eltern und Schüler gemeinsam an einem Strang ziehen?
17:47‘ Was brauchen Lehrer, Eltern und Schüler für eine gute Schule?

Fazit

Lehrer brauchen mehr Anerkennung und Wertschätzung aus der Gesellschaft, damit die Schule ein echter und vertrauensvoller Lern- und Begegnungsort sein kann. Schüler brauchen Aufgaben, an denen sie wachsen können und die mit Sinn angefüllt sind. Schulen brauchen finanziellen Rückhalt und Freiraum, um Projekte umsetzen und neue Wege ausprobieren zu können – so Eva Bollandt-Ditzen.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/8254

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