• Strandgespräche Podcast

    #24 Gute Entscheidungen treffen in einer unsicheren Welt

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Gerd Gigerenzer – Wir leben in einer zahlengetriebenen Gesellschaft. Politiker und Unternehmer berufen sich auf Statistiken. Sie vertrauen Algorithmen und den Datenbergen von Big Data. Auch im privaten Leben vertrauen Menschen inzwischen Apps und KI-Agenten mehr als sich selbst, ihren Freunden oder ihrer Familie. Doch nur allzu oft führen Statistiken und Informationen in die Irre.

    „Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“, so formulierte es einst Albert Einstein. Was wäre, wenn wir unserer Intuition, unserem Bauchgefühl wieder mehr vertrauen würden? Wenn wir Intuition und Intellekt wieder miteinander verbinden? Wenn wir anfangen würden nachzudenken, anstatt schnell zu handeln?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer.

    Inhalt

    00:00‘ Gerd Gigerenzer im Gespräch
    03:42‘ Können wir unsrem Bauchgefühl, unserer Intuition vertrauen?
    04:55‘ Intuition und Analyse müssen zusammengedacht werden
    06:02‘ Intuition bildet sich im Leben heraus
    07:04‘ Der intuitive Geist als Geschenk
    07:35‘ Wann können wir Algorithmen vertrauen?
    09:30‘ Menschliches Verhalten kann nicht vorhergesagt werden
    12:02‘ Warum vertrauen Menschen Maschinen mehr als sich selbst?
    12:55‘ Wann können wir Statistiken vertrauen?
    13:13‘ Wir müssen lernen, Statistiken zu verstehen
    16:40‘ Ist der Mensch optimierungsbedürftig?
    18:30‘ Hat das Internet als Informationsquelle ausgedient?
    22:07‘ Wie können wir lernen, gute Entscheidungen zu treffen?
    24:02‘ Denken lernen

    Fazit

    Um gute Entscheidungen treffen zu können, muss ein Teil der Informationen ignoriert werden, denn: (1) Weniger ist mehr und ein Mehr an Informationen führt nicht zu besseren Lösungen. (2) Komplexe Probleme brauchen keine komplexen Lösungen. (3) In einer ungewissen Welt gibt es keine optimalen Lösungen. 

    Dennoch: Wissen ist das wirksamste Mittel gegen Angst. Statt nach Sicherheiten zu suchen, die es nicht gibt, sollten wir lernen, trotz der Ungewissheiten, die das Leben für uns bereithält, kluge Entscheidungen zu treffen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9871

    Gastgeberin des Podcasts

    Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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    #23 Damit die Seele gesund bleibt

    Episode

    0:00 / 0:00 68,6 MB

    Joachim Bauer – Soziale Verbundenheit ist die Grundmotivation des Menschen, denn unser Lebensstil und unsere Beziehungen steuern unsere Gene und wirken so auf Körper und Seele. Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren und benötigt auch im Erwachsenenalter ein reales, menschliches Gegenüber. Eine verfrühte Nutzung digitaler Angebote verhindert wichtige Entwicklungsschritte der Heranwachsenden, denn Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Umwelt.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Arzt, Psychotherapeuten und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Joachim Bauer.

    Inhalt

    02:25‘ Seelische Gesundheit
    03:30‘ Was macht uns seelisch krank?
    03:50‘ Psychische Gesundheit beginnt in den Kindheitsjahren
    05:58‘ Gute soziale Beziehungen sind das A & O der psychischen Gesundheit
    06:10‘ Soziale Verbundenheit als Grundmotivation des Menschen
    07:40‘ Wie Lebensstile und Beziehungen unsere Gene steuern
    09:05‘ Krankheiten entstehen durch Fehlregulation von Genen
    10:20‘ Spielneurone und Resonanzsysteme
    12:32‘ Warum braucht der Mensch die lebendige Wirklichkeit?
    13:38‘ Digitale Medien als Ersatzhandlung zur Stimulation des Motivationssystems
    14:43‘ Digitale Angebote aktiveren das Suchtzentrum
    15:30‘ Wie entwickeln sich Kinder?
    16:20‘ Kinder müssen sensomotorisch aktiviert werden
    17:04‘ Digitale Angebote verhindern wichtige Entwicklungsschritte der Kinder
    17:40‘ Intelligenz hat ihren Ursprung in realen Körpererfahrungen und der Interaktion mit der Welt
    19:18‘ Was hat der Mensch der Maschine entgegenzusetzen?
    20:30‘ Der KI-Hype: Künstliche Intelligenz ist nicht überall hilfreich
    22:12‘ Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann durch digitale Angebote schwerwiegend beeinträchtigt werden
    23:10‘ Der Mensch braucht eine gute soziale Umgebung, um sich zu entwickeln
    23:52‘ Was ist eine menschliche Gesellschaft?
    24:44‘ Heranwachsende brauchen reale Eltern, Erzieher und Lehrkräfte
    25:26‘ Mitmensch darf nicht durch maschinelle Systeme, Roboter, Avatare und Chatbots ersetzt werden
    27:00’ Optimismus erwächst aus der Begegnung mit der realen Welt, der Natur und anderen Mitmenschen
    27:54‘ Sich Zeit nehmen, um zu sich zu kommen, zu Momenten, in denen wir bei uns sein können

    Fazit

    Unser seelisches Erleben spiegelt sich im Körper wider. Ein sinn-geleitetes Leben mit guten zwischenmenschlichen Beziehungen und einem ehrlichen und sozialen Miteinander aktiviert eine Vielzahl von Genen, die unserer Gesundheit dienen. Vielfältige reale Erlebnisse sind hilfreich, damit der Mensch in einer stark digital-technischen Welt – mit all seinen Gefühlen, seiner Kreativität, seinen sozialen Bedürfnissen – und – seinem lebendigen Körper nicht abhanden kommt.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9755

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    #22 Wie Fremde zu Freunden werden

    Episode

    0:00 / 0:00 64,1 MB

    Luisa Conti -Auf Reisen schätzen wir andere Kulturen, anderes Essen, andere Sitten. Doch zu Hause scheint es uns manchmal schwerzufallen, uns auf andere Menschen und Kulturen einzulassen. Das Fremde wirkt befremdlich, aktiviert Stereotype und Vorurteile.

    Dabei könnte das Unbekannte unseren eigenen Horizont erweitern und uns und die Gesellschaft bereichern, wenn wir uns darauf einlassen würden. Seit Jahrtausenden verschmelzen Kulturen, Religionen und Sprachen. Menschen kommen in ein Land; Menschen verlassen ein Land. Die Gründe dafür sind vielfältig.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Expertin für Interkulturelle Kommunikation Dr. Luisa Conti.

    Inhalt

    02:00‘ Ankommen in Deutschland
    04:59‘ Anderes Land, andere Sitten und Gepflogenheiten
    07:25‘ Warum es uns manchmal so schwerfällt, uns auf andere Menschen einzulassen
    09:09‘ Menschen werden kulturell und durch Digitales geprägt
    12:05‘ Wer ist der Fremde?
    13:45‘ Das Bedürfnis nach Vereinfachung und stereotypes Denken
    17:04‘ Die Notwendigkeit, auf die Gründe für Handeln zu schauen
    20:00‘ Wie können Fremde zu Freunden werden?
    21:57‘ Vorurteile vermeiden

    Fazit

    Es ist wichtig, dass wir nicht vereinfachen, nicht über DIE reden – über Arme, Reiche, Kranke, Diebe, Ausländer, Deutsche –, sondern immer die Besonderheit des einzelnen Menschen sehen. Das können auch Kinder schon lernen; dass wir uns und unsere Mitmenschen für die eigene Kultur UND für andere Kulturen sensibilisieren.

    So können wir lernen, die Perspektive zu wechseln und unseren eigenen Horizont zu erweitern – und vielleicht erst einmal beobachten und wahrnehmen – anstatt zu bewerten, damit eines Tages aus Fremden Freunde werden.

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    https://bildung.hypotheses.org/9659

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    #21 Swipe, like, love: Über Liebe und Beziehungen in digitalen Zeiten

    Episode

    0:00 / 0:00 68,1 MB

    Johanna Degen – Datingplattformen sind die Antwort auf ein zentrales Lebensproblem: mangelnde Begegnung, Einsamkeit, Hunger nach Liebe und Gesehenwerden. Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren. Das Digitale hingegen wirkt als Ideengeber für das reale Leben und die Beziehungsgestaltung. Intime Beziehungen zwischen Chatbots und Menschen gehören ebenso zum Alltag wie paarsoziale Beziehungen zu Influencern. Wie lassen sich Handlungsspielräume zurückerobern und Räume für wertschätzende Beziehungen öffnen?

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Sozialpsychologin Dr. Johanna Degen.

    Inhalt

    02:04‘ Welche Bedeutung haben Lieben und Beziehung in digitalen Zeiten?
    03:30‘ Wir hungern nach Liebe
    03:58‘ Weshalb sind Datingplattform so erfolgreich?
    04:45’ Warum sind wir online auf der Suche nach Beziehung?
    05:35‘ Datingplattformen als Antwort auf ein Lebensproblem
    06:44‘ Der öffentliche Raum hat seine Funktion als Ort der Begegnung verloren
    07:38‘ Ein würdiges und sozial eingebettetes Leben ist immer weniger möglich
    07:48‘ Wir haben ein Gemeinschaftsproblem
    08:21‘ Einsamkeit und mangelnde Begegnung
    09:42‘ Parasoziale Beziehung zu Influencern
    10:40‘ Ungebremste Wirkung des Internets auf das soziale Selbst
    13:10‘ Smartphone-Scrollen als Beruhigungsmittel
    14:19‘ Verlorengegangene Intuition: Entfremdung von Körperwissen
    16:02‘ Medienbilder als Anker im Gehirn und Ideengeber für Beziehungsgestaltung
    18:55‘ Werte und Praxis in der Beziehungsgestaltung klaffen auseinander
    19:33‘ Intimität mit Chatsbots und Avataren
    20:33‘ Künstliche Intelligenz: Problematische Nutzung als Wahrheitsquelle
    22:38‘ Wieviel Platz lässt das Digitale der Liebe und Beziehung noch?
    24:22‘ Hilfreiche Mediennutzung, um ein gutes Leben zu führen
    24:52‘ Der Mensch als Rohmaterial der Technik
    25:40‘ Handlungsspielräume zurückerobern
    26:48‘ Das Leben wartet auf uns

    Fazit

    Liebe, Intimität und Beziehungen verändern sich, wenn das Leben zunehmend digital stattfindet. Und trotzdem bleiben uns Handlungsspielräume: Den Raum für Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und wertschätzende Intimität können und sollten wir zurückerobern, wenn wir nicht zum Rohmaterial der Technik werden wollen.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9318

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    #20 Die Macht der Bilder

    Episode

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    Claudia Schmiderer – Bilder sind so alt wie die Menschheit. Sie dienen als Erinnerungs- oder Informationsmittel. Mit ihnen lässt sich aber auch Geschichte schreiben. Sie können unser Denken manipulieren und verändern unseren Blick auf die Welt.

    Die Masse gegenwärtiger Fotos jedoch fristet ihr Dasein als digitaler Müll in Smartphones. Wir finden kaum Zeit, um die Botschaft in den Bildern zu entziffern und ihre Bedeutung zu hinterfragen. Wir sehen, liken und teilen bevorzugt die Bilder, die unserem Denken entsprechen. Und Stück für Stück entsteht so ein verzerrtes Bild von der Wirklichkeit.

    Birgit Spies ist im Gespräch mit der Publizistin, Dozentin und Grafikerin Claudia Schmiderer.

    Inhalt

    02:48‘ Was ist ein Bild? Der Unterschied zwischen picture und image
    04:40‘ Fotografie als Reproduktionsmittel
    06:16‘ Wie wir Bilder wahrnehmen
    07:45‘ Wenn Bilder manipuliert und gefälscht werden
    08:05‘ Wenn mit Bildern Geschichte gemacht wird
    09:25‘ Politische und Kriegsbilder
    12:37‘ Sich selbst ein Bild machen können
    13:57‘ Smartphone-Fotos als digitaler Müll
    15:07‘ Das verzerrte Bild von der Welt
    16:26‘ Die fragmentierte Welt im Kopf
    17:27‘ Wenn uns Bilder beeinflussen
    20:22‘ Bilder lesen lernen

    Fazit

    Bilder prägen unser Denken, verändern unsere Wahrnehmung und beeinflussen, wie wir uns und die Welt sehen. Sie wirken, ob wir es wollen der nicht. Eine Welt ohne Bilder nicht gibt – und gab nie.

    Da wir selbst tagtäglich millionenfach Bilder z.B. mit dem Smartphone produzieren und publizieren, sollten wir auch lernen, sie zu lesen – so wie wir lernen, Worte und ihre Zusammenhänge zu lesen – so Claudia Schmiderer.

    Webseite und Quellen zum Podcast

    https://bildung.hypotheses.org/9318

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#12 Digitale Souveränität

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Thilo Weichert – Beinahe jeder Moment unseres Lebens wird in Form von Daten gespeichert und verkauft. Mit Big Data gilt Datenmaximierung statt Datenminimierung und drängt den Datenschutz an die Wand. Das verändert uns und unsere Gesellschaft. Wie digital souverän sind wir noch? Warum sollten wir uns dafür interessieren, was mit unseren Daten passiert?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Juristen und Politikwissenschaftler Thilo Weichert.

Inhalt

02:30‘ Datenschutz im Rückblick
04:58‘ Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und die EU-Datenschutz-Grundverordnung: Sind die gegenwärtigen Regelungen zum Datenschutz ausreichend?
06:50‘ Was bedeutet Datenschutz?
07:15‘ Worin liegt das Problem, wenn Daten an Andere weitergegeben werden?
09:17‘ Informationsfreiheit als Voraussetzung für freie Entscheidungen
10:24‘ Informationen über das eigene Denken und Tun sind schützenswert
11:45‘ Der europäische Gesundheitsdatennutzungsraum und die zentrale Datenspeicherung
13:10‘ Was ist digitale Souveränität?
16:05‘ Möglichkeiten, um anonym digitale Angebote zu nutzen
18:25‘ Von Datenminimierung zu Datenmaximierung
20:14‘ Eine Vielzahl von Informationen erfordert das Handeln des Gesetzgebers, um dafür einen passenden Rahmen zu schaffen
20:55‘ Überwachungspraktiken haben Hochkonjunktur, aber: mehr Überwachung trägt nicht zu mehr Sicherheit bei
24:08‘ Einsatz der fehlerhaften Palantir-Software bei der Polizei
24:35‘ Permanente Überwachung schränkt die persönliche Freiheit ein
25:52‘ Datensparsame digitale Möglichkeiten nutzen und sich zur Wehr setzen

Fazit

Thilo Weichert setzt sich gegen den Digitalzwang ein, eben dafür, dass wir Digitalisierung nicht mit Überwachung gleichsetzen und immer die Wahlfreiheit haben, auch analog zu bleiben.

Denn, wie der Medienwissenschaftler Ralf Lankau sagt: „Nicht Digitaltechnik ist das Problem, sondern die damit verbundenen Geschäftsmodelle, die auf personalisierten Daten und Nutzerprofilen beruhen, um Menschen und Gesellschaften zu kontrollieren und zu steuern.“

Literatur und Links

https://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de
https://digitalcourage.de
https://bigbrotherawards.de

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/7072

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#11 Über den Verlust an Bildung

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Carl Bossard – Überfrachtete Lehrpläne, schwache Schulleistungen, der Lehrer als Coach: Bildung wird immer weniger Wert zugewiesen und findet damit immer weniger statt.

Lernen wird zunehmend auf die Aufnahme von Informationen reduziert. Hinzu kommen eine verstärkte Ökonomisierung und Digitalisierung des Unterrichts. In der Schule zeigt sich ein komplettes Systemversagen.

Was bedeutet es für den Menschen und die Gesellschaft, wenn wir auf Lernen und Bildung zunehmend verzichten?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Schweizer Pädagogen Carl Bossard.

Inhalt

01:44‘ Unterrichten ist wie Segeln statt Bahnfahren
03:02‘ Die Bildungsidee
04:55‘ Bildung als die Kultivierung seiner selbst
05:32‘ Wie ereignet sich Bildung?
06:44‘ Über die tiefen Dimensionen des Lernen und die Wirkung des Lehrers
07:38‘ Der Pygmalion-Effekt und das Lernen
08:40‘ Lernen benötigt ein Gegenüber – eine vital präsente Person
09:10‘ 1. Sündenfall: Die Degradierung des Lehrers zum Coach
10:55‘ Über den verlorengegangen Wert des Wortes Pädagoge
11:42‘ Forderung zur Rückkehr zum Teaching
12:29‘ Wenn die Überladung der Lehrpläne tiefes Lernen verhindert
13:15‘ Schule erfüllt ihren Grundauftrag nicht
14:10‘ Lernen benötigt intensives Üben
15:15‘ Lernen als Ergebnis von verstehen, üben und anwenden
16:50‘ Das Systemversagen in der Schule
18:54‘ 2. Sündenfall: Die Digitalisierung der Schule
19:56‘ Warum kann eine Lehrperson nicht durch digitale Anwendungen ersetzt werden?
21:17‘ 3. Sündenfall: Die Ökonomisierung der Schule
21:46‘ Über Verfügungswissen und Orientierungswissen
23:16‘ Wir wissen nicht mehr um den Wert der Bildung und die Bedeutung der Lehrperson
23:49‘ Schule muss zur Mündigkeit führen, um Autor des eigenen Lebens zu werden; Bildung als Unverführbarkeit
24:57‘ Eine gute Schule ist nicht zu verordnen

Fazit

Carl Bossard setzt sich für die Renaissance einer guten Bildung ein: für wirksamen Unterricht durch die Stärkung der Lehrperson; für den Fokus auf die analogen Prozesse des Unterrichts und dafür, dass kein Kind die Schule verlässt, ohne die wesentlichen Grundkenntnisse zu beherrschen.

Eine gute Schule ist eine pädagogisch geführte Schule, in der Lehrer in eine gute Beziehung zu Schülern gehen und daran glauben, dass sie für den Schüler wichtig sind.

Literatur, Links

Webseite Carl Bossard: https://www.carlbossard.ch
Klaus Zierer: Hattie für gestresste Lehrer 2. 0 https://paedagogik.de/alle-anzeigen-paedagogik/product/hattie-für-gestresste-lehrer-2-0-3469/
Gert Biesta: Rediscovery Teaching https://www.taylorfrancis.com/books/mono/10.4324/9781315617497/rediscovery-teaching-gert-biesta

Webseite und Quellen

https://bildung.hypotheses.org/6782

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#10 Innerer Frieden, äußerer Frieden

0:00 / 0:00 166,8 MB

Eugen Drewermann – Im Laufe unseres Lebens entfremden wir uns von uns selbst, verharren womöglich in Anpassung und Gehorsam, finden unseren eigenen inneren Frieden nicht. Daraus können Angst, Aggressionen, Gewalt und Kriege entstehen. Doch wie können wir unseren inneren Frieden wiederfinden und wie Aggressionen und Gewalt im Äußeren begegnen?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Theologen, Psychoanalytiker und Autor Dr. Eugen Drewermann.

Inhalt

02:32‘ Der Seelsorger Eugen Drewermann
02:54‘ Wem gehört die Erde?
04:08‘ Die Kraft, sich für die eigenen Ideen
05:07‘ Warum entfremden wir uns von uns selbst?
07:33‘ Wie kommen wir aus dem Status des kindlichen Gehorsams heraus und können wirklich erwachsen werden?
08:10‘ Ist es für den Menschen schwer auszuhalten, dass er ein Individuum und einmalig ist?
12:30‘ Wie könnte eine Schule aussehen, in der Pädagogen Kinder wahrhaft führen und begleiten?
14:10‘ Angst als Grunderfahrung
16:57‘ Verlust als Grundangst eines Kindes
18:50‘ Wie Angst durch Liebe und Vertrauen überwunden werden kann
20:08‘ Können wir Liebesfähigkeit erlernen?
24:08‘ Ist ein friedfertiges Zusammenleben erlernbar?
31:33‘ Die Geschichte des heiligen Franziskus: Den Wolf umarmen
34:18‘ Leben wir in einer Gesellschaft mit doppelter Moral?
36:08‘ Welche Rolle können heute Glaube und Religion spielen?
38:00‘ Unterwerfung und Gehorsam
47:37‘ Der Dauerzustand des Schreckens
51:31‘ Die leise Stimme des Gewissens
53:32‘ Verstehen und Vergeben
53:52‘ Menschlichkeit in schwierigen Situationen bewahren
57:47‘ Wie kann aus innerem Frieden ein äußerer Frieden erwachsen?
1:00:45‘          Friedliches Verhalten und Gesprächsangebote
1:04:07‘          Was ist das Wichtiges im Leben?
1:04:32‘          Die Ahnung der Unendlichkeit
1:06:13‘          Wie der Friede wachsen kann

Fazit

Dr. Eugen Drewermann ist es wichtig, dass wir unsere eigenen Ängste überwinden, uns die eigene Unzulänglichkeit und womöglich Schuld eingestehen, dass wir das Menschliche hinter dem Bösen sehen.

Die Auseinandersetzung mit sich selbst ist ein Weg zum inneren Frieden. Aus ihr kann Frieden im Außen erwachsen und so ein friedliches Zusammenleben verschiedener Völker in einer menschlichen Welt ermöglichen.

Denn, um es mit den Worten Mahatma Gandhis auszudrücken: „Es gibt keinen Weg zum Frieden. Der Frieden ist der Weg“.

Literatur, Links

Webseite: https://drewermann.wordpress.com
YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/@DrewermannKanal
Bücher: https://drewermann.wordpress.com/category/bucher/

Webseite, Quellen

https://bildung.hypotheses.org/6572

Gastgeberin

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. https://www.prof-birgit-spies.de.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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#09 Wie Sprache unser Denken bestimmt

0:00 / 0:00 51,3 MB

Leonhard Fuest – Wir können sprechen, schreiben und lesen. Doch genau diese kulturelle Besonderheit verliert an Bedeutung und wird immer weniger gekonnt.

In einer technisierten und rationalen Welt bleibt wenig Platz für das Ringen um Deutung. Effizienz und Schnelligkeit, Bild und Information treten an die Stelle von Durchdringen und Hinterfragen. Was macht dies mit unserem Denken?

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Germanisten und Medienforscher Leonhard Fuest.

Inhalt

03:15‘ Über die Krise in den Geisteswissenschaften
04:25‘ Kulturelle Identität
05:05‘Zum Verlust an sprachlicher Vielfalt und Tiefe
06:10‘Warum das Sprechen für uns Menschen wichtig ist
08:45‘Sprache als Organ
10:31‘Platon und die Kritik an der Schrift
12:10‘Verstummende Sprache und die Schwächung des Gedächtnisses
12:58‘Technisierung der Sprache
15:55‘Zur Bedeutung des Lesens
18:03‘Digitale Oberflächen und Deep Reading
18:41‘Die Grenzen meiner Sprache als Grenzen meiner Welt
20:42‘Kulturelle Renaissance des Mittelalters
22:15‘Wie Sprechen, Lesen und Schreiben wieder attraktiv gemacht werden können

Fazit

Leonhard Fuest ist es wichtig, dass sich der Mensch stärker der Sprache, der Schrift und Texten zuwendet, um sich mit sich selbst, mit seinen Erfahrungen und Erlebnissen auseinanderzusetzen, um eigene Gedanken zu formulieren. So lässt sich ganz nebenbei das eigene analytische, strategische und empathische Können steigern.

Webseite und Quellen zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/6321

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#8 Leben wir im Technofeudalismus?

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Hendrik Müller – Treibt die fast ungebremste Macht der sogenannten GAFAM-Unternehmen, also die Macht von Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft Menschen und Staaten in eine digitale Abhängigkeit?

Mit jedem Klick und jedem Like vergrößern sie ihre Macht. Sie werfen unser aller Leben um und sind vielleicht die größte Bedrohung für die Gesellschaft.

Birgit Spies ist im Gespräch mit dem Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Hendrik Müller.

Inhalt

02:39‘ Über Ethik und Moral
03:20‘ Leben wir im Technofeudalismus?
03:58‘ Wird unsere Gesellschaft durch die Digitalunternehmen verändert?
05:45‘ Ein Bewusstsein für unser digitales Handeln schaffen
06:52‘ Warum wir unabhängig und freiheitlich bleiben sollten
07:50‘ Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn digitale Unternehmen Entscheidungen über Gesellschaften treffen?
08:58‘ Lernen und Wissen unter Rechtfertigungsdruck: Kann und sollte uns Künstliche Intelligenz das Denken abnehmen?
11:42‘ Hat sich die Idee der Aufklärung gegenwärtig überholt?
13:38‘ Helfen uns einfache Lösungen weiter?
14:20‘ Der EU-AI-Act: Die Regulierung der EU zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz
15:35‘ Wie kann uns eine Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und Regulierung gelingen?
16:40‘ Brauchen wir einen europäischen Sonderweg?
17:48‘ Technologien sind nicht neutral
18:17‘ Können technologische Entwicklungen unsere Wünsche erfüllen?
20:20‘ Sind Menschen zu bequem, Dinge und Entwicklungen zu hinterfragen?
21:58‘ Mit der Zeit gehen, aber auch das kritische Denken nicht verlernen

Fazit

Hendrik Müller ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft die Digitalisierung und die Künstliche Intelligenz stärken als bisher hinterfragen. Wir sollten genau überlegen, ob wirklich jede Entwicklung mitgemacht werden muss, denn auch analoge Möglichkeiten haben ihre Berechtigung. Wir brauchen Lösungen, die für Mensch und Gesellschaft passen.“

Denn, wie es Peter Schmitt auf den Punkt bringt, „es geht um nicht weniger als die Verteidigung des Menschen als souveränes und aufgeklärtes Wesen.“ (Schmitt, P. 2021. S. 11)

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/6093

Literatur und Links zum Podcast

Müller, Hendrik (2021). Mit Charisma aus der Krise. Zuverlässig und zuversichtlich die Zukunft gestalten. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-36249-2

Schmitt, Peter (2021). Postdigital. Medienkritik im 21. Jahrhundert. Meiner.

Uhle, Christian (2024). Künstliche Intelligenz und echtes Leben. Fischer.

Varoufakis, Yanis (2024). Technofeudalismus. Was den Kapitalismus tötete. Kunstmann.

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

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Musik: https://gemafreie-musik-online.de
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#7 Was Generationen voneinander lernen können

0:00 / 0:00 64,1 MB

Daniel Debudey – Generationen sind einander ähnlicher als man vermuten würde. Sie unterscheiden sich kaum in ihren Einstellungen, in ihren Lebenszielen, ihren Sorgen oder in ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement.

Trotz allem begleiten uns Vorurteile in Begegnungen und Gesprächen. Was wäre, wenn wir Menschen wieder miteinander in Kontakt bringen, um miteinander und voneinander zu lernen?

Birgit Spies im Gespräch mit dem Ausbildungsleiter Daniel Debudey.

Inhalt

02:30‘  Verschiedene Sichten auf den Begriff der Generationen
04:17‘  Das Verhältnis der Generationen untereinander
06:28‘ Der Generationenmythos
08:14‘  Das soziale Lernen nach Albert Bandura – Lernen anhand von Erfahrungen und Beobachtungen
12:18‘ Informationen und Wissen
13:59‘  Wissen und Informationen in Datenbanken
17:30‘ Vorurteile gegenüber Generationen
19:56‘ Wenn Generationen aufeinander zugehen
21:45‘  Voneinander, übereinander und miteinander lernen
23:56‘  Unterschiede zwischen den Generationen akzeptieren und gemeinsam lernen

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/5946

Fazit

Daniel Debudey ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch etwas weiß, was es wert ist, mit anderen geteilt zu werden; dass wir Menschen miteinander in Kontakt bringen müssen, um „miteinander und voneinander“ zu lernen, unabhängig von Alter, Erfahrung und Generation; und dass wir dazu Gemeinschaften brauchen, in denen wir uns, statt Abgrenzung und Rückzug, begegnen können.

Literatur und Links zum Podcast

Daniel Debudey: https://bildung.hypotheses.org/author/danieldebudey

Bandura, A. (1979). Sozial-kognitive Lerntheorie. (Verres, R., Hrsg., Kober, H., Übers.) (1. Auflage). Stuttgart: Klett-Cotta.

Mannheim, K. (1928). Das Problem der Generationen. Kölner Vierteljahreshefte für Soziologie, 7, S. 157-185, 309-330.

Schröder, M. (2018). Der Generationenmythos. KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie,70.

Gastgeberin des Podcasts

Birgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de.

Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.

Musik: https://gemafreie-musik-online.de
Soundeffekte: pixabay.com

#6 Über Ästhetik und das Schöne im Leben

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Angelika Andres – Landschaften, Bauwerke und Räume können in uns ein lebensbejahendes Heimatgefühl hervorrufen oder uns krank machen. Das Spiel mit Formen und Farben, mit Weite und Enge, mit Abwechslung und Monotonie hat Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Wie kann uns die Balance zwischen technisch Möglichem und menschlich Nötigem gelingen? Wie können Ästhetik und Funktion so verbunden werden, das sich Menschen in Orten und Räumen, auf Wegen und Plätzen wohl- und auch zu Hause zu fühlen und einfach zufrieden sind?

Birgit Spies im Gespräch mit der Architektin Angelika Andres.

Inhalt

02:30‘ Die architektonische Schönheit von Bauwerken im griechischen Sinne
04:47‘ Architektur als Baukunst in der Verbindung von Harmonie, Symmetrie und Proportion
06:45‘  Wann fühlen sich Menschen in einem Raum wohl?
11:10‘ Die Balance zwischen technisch Möglichem und menschlich Nötigem
13:50‘ Schönheit von Bauwerken nach Vitruv
18:48‘ Was ist Schönheit?
19:50‘ Der goldene Schnitt
21:00‘ Ändert sich unser ästhetisches Empfinden im Laufe des Lebens?
22:43‘ Kann Ästhetik in der Schule gelernt werden?
23:22‘ Was ist das Schöne im Leben?

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/5611

Fazit

Angelika Andres ist es wichtig, dass Bauwerke mehr als nur funktional geplant und gebaut werden, dass sie, ganz im Vitruvschen Sinne, Schönheit, Nützlichkeit und Festigkeit vereinen.

Denn Menschen brauchen Ästhetik, die sich u.a. in Harmonie, in Proportion und Symmetrie zeigt, um sich in Orten und Räumen, auf Wegen und Plätzen wohl- und zu Hause zu fühlen, einfach zufrieden zu sein.

Literatur und Links zum Podcast 

Vitruvs „De architectura libri decem“: https://www.deutsches-museum.de/forschung/bibliothek/unsere-schaetze/architektur-bauwesen/de-architectura-libri-decem

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#5 Zwischen Konkurrenz und Kooperation

0:00 / 0:00 64,1 MB

Gertrud Müller – Konkurrenz und Kooperation haben Einfluss auf unseren Organismus. Sie verändern das Gehirn und damit unser Verhalten und Zusammenleben. Konkurrenz und Kooperation zeigen sich im Alltag auf verschiedene Weise.

Wie lassen sich schwierige Situationen meistern? Und wie können wir unsere wichtigsten soziale Bedürfnisse, nämlich dazuzugehören UND gleichzeitig in unserer Einzigartigkeit gesehen zu werden, miteinander in Einklang bringen können?

Birgit Spies ist im Gespräch mit der Soziologin Dr. Gertrud Müller.

Inhalt

03:19‘ Was lässt uns zu Konkurrenten werden?
04:41‘ Konkurrenz im Alltag
05:52‘ Wie sich Konkurrenz im Denken zeigt
06:55‘ Überlebenssysteme nach Jaak Panksepp
09:22‘ Wie Konkurrenz den Organismus verändert
12:04‘ Kooperation im Alltag
14:20‘ Täter und Opfer
15:12‘ Beziehungsformen
18:09‘ Wie kann man im Alltag mit Konkurrenzsituationen umgehen?
19:40‘ Warum Menschen gesehen werden wollen
20:38‘ Warum möchten wir zu einer Gruppe dazugehören?
21:09‘ Die Balance zwischen Konkurrenz und Kooperation
22:57‘ Wie können wir wieder gesund werden?
24:10‘ Konkurrenz und Kooperation können positiv als auch negativ sein

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/5360

Fazit

Gertrud Müller ermuntert Menschen, den Umgang mit sich selbst, aber auch den Umgang in Familien und im Arbeitsumfeld stärker zu hinterfragen.

Wir müssen es lernen, so Dr. Gertrud Müller, gut für uns selbst zu sorgen. Insbesondere Ruhe und Freude am Tun helfen uns dabei, nicht in den Teufelskreis von Stress und Krankheit zu geraten. So kann der Mensch letztlich auch für andere da sein und mit kooperativem Verhalten Stück für Stück Konkurrenzdenken überwinden.

Denn, wie der japanische Wissenschaftler und Autor Ken Mogi in seinem Buch Ikigai schreibt: „Menschen sind wie ein Wald – individuell, aber doch verbunden und für ihr Wachstum von anderen abhängig.“

Literatur und Links zum Podcast 

Gertrud Müller: https://tools4life.eu
Gertrud Müller: https://bildung.hypotheses.org/author/gertrudmueller
Bauer, Joachim (2008). Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Heyne: Hamburg.
Bregman, Rutger (2021). Im Grund gut. Eine neue Geschichte der Menschheit. Rowohlt Verlag: Hamburg.
Mogi, Ken (2024). Ikigai. Die japanische Lebenskunst. Dumont: Berlin.

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#4 Bildung für die Kleinsten

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Michaela Mekiska – Damit Kinder körperlich und seelisch gesund aufwachsen können, brauchen sie ein anregendes Umfeld, Regeln und Struktur sowie verlässliche Erwachsene, die an dem Kind interessiert sind. Vor allem aber brauchen Kinder Zeit, um die Welt in ihrem Tempo entdecken zu können. Eine gute frühkindliche Bildung schafft einen Rahmen, in dem Kinder viele wertvolle Erfahrungen machen können, je nach Alter und Entwicklungsstufe.

Birgit Spies ist im Gespräch mit der sozialpädagogischen Referentin Michaela Mekiska.

Inhalt

02:23‘ Frühkindliche Bildung
04:00‘ Das Menschenbild frühkindlicher Bildung
05:05‘ Wie lernt ein Kind?
07:33‘ Verlässliche Bezugspersonen, Regeln, Struktur, Orientierung
09:54‘ Was ist eine gute Kita-Struktur?
11:50‘  Welche Aufgaben haben Kindergärten und Kitas?
14:12‘  Weshalb ist frühkindliche Bildung eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft?
14:50‘  Kinder brauchen Zeit, um aufzuwachsen
16:05‘  Wie können Eltern die Wahrnehmung ihrer Kinder stärken?
17:02‘  Der Rahmenplan für frühkindliche Bildung
18:26‘  Warum kommen Kindheitspädagogen in der Praxis nicht an?
19:41‘  Was sollte das Kultusministerium wissen?
20:56‘  Tipps für Erzieher und Kindheitspädagogen
22:22‘  Damit Kinder seelisch und körperlich gesund aufwachsen können

Webseite zum Podcast

https://bildung.hypotheses.org/5241

Fazit

Michaela Mekiska setzt sich dafür ein, dass die Qualität frühkindlicher Bildung gesteigert, wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und die Rahmenbedingungen für Kinderbetreuung und Elementarpädagogik verbessert werden. So haben alle Kinder gleiche Chancen in einer humanistischen Gesellschaft, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.

Denn, wie Nelson Mandela einst sagte: “Bildung ist die mächtigste Waffe, die du einsetzen kannst, um die Welt zu verändern.”

Literatur und Links

Kita Inselkrabben
Kneipp-Konzept für Kitas
Michaela Mekiska: Studie zur Qualität frühkindlicher Bildung

Gastgeberin

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#3 Social Media, mein Körper & ich

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Sophie Anna Henn – Influencer sind besonders für junge Erwachsene ein Vorbild. Sie beeinflussen das Denken über uns selbst, über unseren Körper und unser Verständnis der Rollen von Mann und Frau.

Stereotype Darstellungen und der perfekt inszenierte Körper auf Social-Media-Plattformen machen es uns schwer, uns als Mensch mit allen Unzulänglichkeiten zu akzeptieren.

Inhalt

02:45‘           Junge Erwachsene der Generation Z und Social Media
04:30‘           Social Media Trends
08:30‘           Stereotype Darstellungen auf Social Media
09:15‘           Sexualisierte Medienbilder und der perfekte Körper
10:50‘           Auswirkungen von Social Media Inhalten auf junge Erwachsene
12:32‘           Wer oder was prägt unser Rollenbild von Mann und Frau?
16:02‘           Einfluss von Filmen und Büchern auf unser Rollenbild
17:55‘           Lernen durch Beobachtung
20:33‘           Auswirkungen einer frühen und häufigen Social-Media-Nutzung im späteren Erwachsenenalter
22:45‘           Tipps für Social Media Nutzung

Webseite

https://bildung.hypotheses.org/4930

Fazit

Sophie Anna Henn ermuntert Menschen dazu, ihre Social Media Nutzung kritisch zu hinterfragen und genau hinzuschauen, wer oder was uns beeinflusst und sich ab und an eine digitale Auszeit zu gönnen.

Literatur und Links

Sophie Anna Henn: https://bildung.hypotheses.org/author/sophiehenn

Haidt, J.: Generation Angst https://www.rowohlt.de/buch/jonathan-haidt-generation-angst-9783498028367

Glückskurve: https://www.interdependence.org/blog/the-global-loss-of-the-u-shaped-curve-of-happiness/

Spitzer, M. (2012). Digitale Demenz. https://www.droemer-knaur.de/buch/manfred-spitzer-digitale-demenz-9783426300565

Das erwachsene Gehirn: https://www.fr.de/wissen/gehirn-nach-erwachsen-wissenschaft-news-ab-welchem-alter-ist-der-mensch-dem-92863500.html

Das Stirnhirn: https://www.srf.ch/wissen/gesundheit/praefrontaler-cortex-der-regisseur-im-gehirn

Gastgeberin

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